• Das Ohr am Netz Podcast

    Die Bekämpfung von Hass und Hetze im Netz: Wie wir gegen illegale Inhalte online und Cybermobbing vorgehen können

    Im digitalen Zeitalter findet unser Leben zunehmend im Internet statt. Neben den zahlreichen positiven Entwicklungen gibt es einige negative Begleiterscheinungen. Hass und Hetze im Netz ist eine davon. Umso wichtiger ist es, illegale Inhalte auf Online-Plattformen, Beleidigungen und Drohungen auf Social Media sowie Cybermobbing effektiv zu bekämpfen. Dazu ruft auch der Internationale Tag gegen Hetze im Netz am 18. Juni auf. 

    In der aktuellen Podcastfolge sprechen Sidonie und Sven über die Mittel und Wege, um sich auch online gegen Hass und Hetze zu wehren. Dazu gehört zum einen das Melden potenziell rechtswidriger Inhalte, aber auch das Partei ergreifen für jene, die Hass und Hetze im Netz erfahren – v.a. dann, wenn es sich bei ihnen um Kinder handelt. Nicht zuletzt schauen sie auf das Thema Präventionsarbeit und welche technische Argumentation hinter dem von eco vertretenen Grundsatz “Löschen statt Sperren” im Umgang mit illegalen Inhalten im Netz steht. 

    Mit Alexandra Koch-Skiba, Leiterin der eco-Beschwerdestelle, spricht Sidonie über die hier geleistete Arbeit: Welche Inhalte werden ausgewertet und zur Anzeige gebracht? Wie haben sich die Beschwerdezahlen in den letzten Jahren entwickelt? Und was sagt das über das Bewusstsein in der Gesellschaft über Hass und Hetze im Netz aus? 

    Uwe Leest, Vorstandsvorsitzender des Bündnis gegen Cybermobbing e.V., erklärt, wie Eltern ihre Kinder im Umgang mit Medien begleiten können und was zu tun ist, wenn ein Fall von Cybermobbing auftritt. Nicht zu unterschätzen ist hier die Rolle der Medienkompetenz, die sowohl Zuhause als auch in der Schule vermittelt werden muss. 

    Im Gespräch mit Sven spricht Thomas Rickert, Rechtsanwalt und Leiter des Names and Numbers Forum bei eco, darüber, was DNS-Abuse ist, wo aus technischer Sicht bei der Löschung illegaler Inhalte im Netz angesetzt werden muss und was hinter dem Grundsatz  “Löschen statt Sperren” steht. 

    Weitere Informationen:

    eco-Podcastfolge zur Bedeutung des Internets für die Demokratie

    eco-Umfrage mit Tipps zur Implementierung des NIS-2 Umsetzungsgesetz in Unternehmen

    Webseite der eco-Beschwerdestelle

    Der Elternratgeber des Bündnis gegen Cybermobbing e.V.

    Webseite der eco-Initiative top-DNS mit Download-Link zur DNS-Abuse-Tabelle

    Die Nummer gegen Kummer

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    Redaktion: Christin Müller, Laura Rodenbeck, Anja Wittenburg, Melanie Ludewig 

    Schnitt: David Grassinger 

    Moderation: Sidonie Krug, Sven Oswald 

    Produktion: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

    Digitalpolitik der EU: Bilanz und Ausblick im Wahljahr 2024

    Am 9. Juni 2024 findet die Europawahl in Deutschland statt. Auch für die Digitalbranche ist das ein wichtiges Ereignis. Denn mittlerweile wird eine Vielzahl der für sie relevanten Entscheidungen auf EU-Ebene getroffen. Gerade in den letzten fünf Jahren sind hier viele bedeutende Gesetze auf den Weg gebracht worden. Dazu gehören u.a. der erst kürzlich verabschiedete AI Act, der Data Act, der Digital Services Act, der Cyber Resilience Act, die eIDAS- und die CSAM-Verordnung.

    Die von Table.Europe präsentierte Folge von “Das Ohr am Netz” nimmt die anstehende Wahl zum Anlass, um die zurückliegende Legislaturperiode Revue passieren zu lassen. Sidonie und Sven sprechen dabei mit Politiker:innen und Vertreter:innen der Digitalbranche darüber, welche Bedeutung der europäische Binnenmarkt für den Digitalstandort Deutschland hat, was in den letzten fünf Jahren durch die Digitalisierungsagenda der Von-der-Leyen-Kommission erreicht wurde und wo in Zukunft nachjustiert werden muss.

    Mit Werner Stengg, Experte im Kabinett von Margrethe Vestager, EU-Kommissarin für Digitalisierung, spricht Sidonie über die von der EU-Kommission ausgerufene Digitale Dekade, darüber welche Schritte für die Umsetzung der Strategie maßgeblich sind und was die scheidende Kommission bereits getan hat, um Europa fit für eine digitale Zukunft zu machen. 

    Im Gespräch mit Sven erklärt eco Vorstandsvorsitzender Oliver Süme, welche Bedeutung der auf EU-Ebene geschaffene Rechtsrahmen für die Branche hat und warum eine kommende Kommission ihren Fokus weniger auf das Verabschieden weiterer Gesetze legen sollte, als darauf, die europäischen Unternehmen bei der Umsetzung der Vorgaben zu unterstützen. 

    Sergey Lagodinsky, Mitglied des Europäischen Parlaments und zweiter Spitzenkandidat der Grünen macht im Gespräch mit Sidonie deutlich, für welche europäische Digitalpolitik seine Partei steht und warum Europa jetzt eine neue Rolle einnehmen muss, um Digitalisierung und KI made in Europe voranzutreiben. 

    Viel Spaß beim Hören!

    Weitere Informationen:

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    Redaktion: Christin Müller, Laura Rodenbeck, Anja Wittenburg, Melanie Ludewig 

    Schnitt: David Grassinger 

    Moderation: Sidonie Krug, Sven Oswald 

    Produktion: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

    KI Future Tech – Was KI heute schon kann: Best Practices aus der Unternehmenswelt

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Trendtechnologie des Jahres 2024 und ein wesentlicher Treiber für die digitale Transformation von Wirtschaft und Industrie. Nichtsdestotrotz sind immer noch viele Unternehmen in Deutschland zurückhaltend, wenn es um die Anwendung von KI im Arbeitskontext geht. Zurückzuführen ist dies auf Aspekte wie regulatorische Unsicherheiten, sowie mangelndes Wissen und Fachkompetenzen über die Möglichkeiten und Potentiale, die KI für das eigene Geschäftsmodell bereithält. 

    In der aktuellen Podcastfolge sprechen Sidonie und Sven mit Vertretern namhafter deutscher Unternehmen darüber, wie sie KI für sich nutzbar gemacht haben und welche Veränderungen damit einhergehen – im eigenen Unternehmen und darüber hinaus. Damit steht die Folge ganz im Zeichen des KI Future Tech Summits. Das Event von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. und Microsoft Deutschland zielt darauf ab, Unternehmen, Politik und Wissenschaft zusammenzubringen, erfolgreiche KI-Lösungen zu beleuchten und Fragen rund um die Bedeutung der Technologie für den Wirtschaftsstandort Deutschland sowie ihre Regulierung zu diskutieren. 

    Mit Florian Leuerer, Expert AI bei der Otto Group, spricht Sidonie über die unternehmenseigene Plattform ogGPT. Diese macht Generative AI für interne Daten und Anwendungsfälle nutzbar. Ein konkretes Beispiel dafür ist der Brand-Language-Converter von Bonprix. 

    Oliver Goletz, Sales Lead Life Sciences Industry bei Microsoft Deutschland, erklärt, wie Microsoft verantwortungsbewusste KI-Anwendungen entwickelt und welche weiteren Vorgaben bei der Entwicklung von KI-Lösungen für den Software-Konzern maßgebend sind. Dabei geht es mittlerweile um mehr als die reine Effizienzsteigerung – v.a. im Bereich der Life Sciences.

    Wie ein KI-basiertes Wissensmanagement-System die Arbeit im Unternehmen nicht nur effizienter, sondern auch produktiver macht, weiß Michael Schorpp. Er ist Head of iQNow bei Boehringer Ingelheim und spricht mit Sidonie über seine Learnings aus der erfolgreichen Einführung des Systems, welches bereits von über der Hälfte der Mitarbeitenden genutzt wird. 

    Auch im Straßenverkehr kann KI Autofahrer:innen unterstützen und so für mehr Sicherheit und Komfort sorgen. Jan Amrhein, Technical Project Manager bei Bosch, ist Experte für Fahrerassistenzsysteme und entwickelt schlaue Kameras, die beim Autofahren unterstützen. Er erklärt, warum die Technologie einen echten Mehrwert schafft und sogar Menschenleben retten kann.

    Viel Spaß beim Hören!

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    Redaktion: Christin Müller, Laura Rodenbeck, Anja Wittenburg, Melanie Ludewig 

    Schnitt: David Grassinger 

    Moderation: Sidonie Krug, Sven Oswald 

    Produktion: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

    Digitaler Strukturwandel im Rhein-Erft-Kreis: Von der Braunkohleregion zum Europäischen Silicon Valley?

    Das Ende der Braunkohleförderung bis spätestens 2038 stellt für viele Regionen in Deutschland wirtschaftliche, soziale und politische Herausforderungen dar. Eine davon betroffene Region ist der Rhein-Erft-Kreis, welcher sich nach dem Kohleabbau in einer Krise befand und nun aber für die Digitalisierung enorme Potenziale birgt. Bereits im Jahr 2021 stellte die DE-CIX Machbarkeitsstudie zum Strukturwandel heraus, dass der Ort als Daten-Drehkreuz optimal geeignet wäre. Laut der Studie soll die Region zu einem „Innovation Valley Rheinland“ werden, quasi einem „Reallabor der Modernisierung, in dem die Technologie der Zukunft in der konkreten Anwendung erprobt wird.“ Grundlage dafür sind digitale Infrastrukturen, welche den digitalen Strukturwandel der Region ankurbeln sollen.

    In der neuen Folge von “Das Ohr am Netz” finden Sidonie und Sven heraus, was die Region im Rhein-Erft-Kreis für die Digitalisierung besonders macht, wie die Politik den digitalen Strukturwandel der Region vorantreiben möchte und warum ein Investment in die Region auch damit einhergehen muss, in die IT-Fähigkeiten der Menschen vor Ort zu investieren. 

    Mit Susanne Kayser-Dobiey, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH, spricht Sven darüber, wie sie Unternehmen bei der Ansiedlung in die Region unterstützt. Außerdem erklärt sie, warum der digitale Strukturwandel jetzt aktiv mitgestaltet werden muss, damit der schnell wachsende Anteil der Wertschöpfung unserer Wirtschaft im digitalen Bereich umfassend genutzt werden kann. 

    Erst Anfang dieses Jahres verkündete Microsoft ein Milliarden-Investment im Rhein-Erft-Kreis. Das Investment geht unter anderem mit einem KI-Qualifizierungsprogramm einher, das bundesweit rund eine Millionen Menschen weiterbilden soll. Astrid Aupperle, Leiterin für gesellschaftliches Engagement bei Microsoft, erklärt, warum digitaler Strukturwandel und Bildung zusammen gedacht werden müssen. 

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    Redaktion: Christin Müller, Laura Rodenbeck, Anja Wittenburg, Melanie Ludewig 

    Schnitt: David Grassinger 

    Moderation: Sidonie Krug, Sven Oswald 

    Produktion: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

    Das digitale Dorf – was kann Digitalisierung auf dem Land bewirken?

    Ländliche Räume stehen vor einer Herausforderung: Während Wohnen auf dem Land seit einigen Jahren wieder beliebter geworden ist, fehlen häufig Infrastruktur, Versorgungs- und Freizeitangebote – oder sind kilometerweit entfernt. Der Einsatz von Digitalisierung kann dazu beitragen, diese Angebote erreichbarer zu machen, Menschen vor Ort zu vernetzen und die Gemeinschaft sowie das Ehrenamt zu stärken.

    In der aktuellen Folge von “Das Ohr am Netz” sprechen Sidonie und Sven über die Digitalisierung auf dem Land und innovative Projekte, die das Landleben nicht nur attraktiver machen, sondern auch Gleichwertigkeit zwischen Stadt und Land schaffen können. 

    Mit Claudia Müller, Staatssekretärin im BMEL, spricht Sven über die Fördermaßnahme Land.Digital, darüber, wie wichtig die menschliche Komponente bei der Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben ist und wie die Politik konkret dabei unterstützen kann, gleichwertigere Lebensbedingungen in der Stadt und auf dem Land zu schaffen.

    Wiebke Osigus, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung in Niedersachsen, erklärt im Gespräch mit Sidonie, welche Herausforderungen im ländlichen Raum in dem Flächenland bestehen und wie die vom Land geförderte Plattform Digitale Dörfer Niedersachsen da Abhilfe schaffen kann. 

    Im Interview mit Sven erläutert Philipp Wilimzig, CEO bei Smart Village Solutions, was technologisch hinter der Entwicklung einer Dorf- oder Stadt-App steckt und welche Rolle Open-Source für den Erfolg der Smart Village App spielt, die das Unternehmen gemeinsam mit der Stadt Bad Belzig entwickelt hat. 

    Viel Spaß beim Hören!

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    Redaktion: Christin Müller, Laura Rodenbeck, Anja Wittenburg, Melanie Ludewig 

    Schnitt: David Grassinger 

    Moderation: Sidonie Krug, Sven Oswald 

    Produktion: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.